Der neue Personalausweis

Welche Daten sind auf dem Ausweis gespeichert und wie kann kontrolliert werden, welche Daten übertragen werden? Können zusätzliche Dokumente, z. B. Vollmachten oder Patientenverfügungen abgespeichert werden?

Diese Daten sind standardmäßig auf dem Chip des Personalausweises abgelegt und können nach Freigabe durch den Ausweisinhaber mit der Online-Ausweisfunktion übermittelt werden:

  • Familienname und Vornamen
  • Geburtsdatum und -ort
  • Anschrift und Postleitzahl
  • wenn angegeben: Ordens- bzw. Künstlername
  • wenn angegeben: Doktorgrad

Die Angaben, ob der Ausweis noch gültig und nicht gesperrt ist, werden im Zusammenhang mit einer Freigabe der oben aufgeführten Daten auch übermittelt.

Nicht in jedem Fall werden alle Daten übermittelt. Der Anbieter darf und kann nur die Daten abfragen, die für den jeweiligen Geschäftszweck erforderlich sind. Welche das sind, wird Ihnen vor jeder Übertragung angezeigt.

Für die Nutzung ausschließlich im Rahmen einer hoheitlichen Identitätskontrolle werden zusätzlich die folgenden Daten im Chip abgelegt:

  • das digitale Lichtbild
  • die Seriennummer
  • auf Wunsch: zwei Fingerabdrücke

Diese Daten sind besonders geschützt. Nur hoheitliche Stellen haben die Berechtigung und die technischen Möglichkeiten diese elektronisch abzufragen. Im Rahmen der Online-Ausweisfunktion können sie in keinem Fall an private Anbieter übertragen werden.

 Nicht gespeichert werden:

  • die eigenhändige Unterschrift
  • die Körpergröße
  • die Augenfarbe

Die Onlineausweisfunktion kann auf Wunsch des Inhabers in der Personalausweisbehörde vollständig deaktiviert werden. Auf Wunsch des Inhabers kann bei einem privaten Zertifizierungsdiensteanbieter auch ein Zertifikat für die qualifizierte elektronische Signatur nachgeladen werden.

Das Speichern von weiteren persönlichen Daten oder weiteren Dokumenten ist nicht möglich.