Der neue Personalausweis

Neuentwicklungen rund um die AusweisApp2 und EU-weites Identitätsmanagement auf der CeBIT 2017

Datum 09.03.2017

Auf der CeBIT 2017 informiert die Governikus GmbH & Co. KG über die Weiterentwicklungen der im Auftrag des Bundes entwickelten AusweisApp2, z. B. die mobile Version für Android, den Einsatz von Smartphones als Kartenleser sowie das Software Development Kit. Künftig werden AusweisApp2-Nutzer durch eine Reihe von Video-Tutorials unterstützt, die erstmalig zur CeBIT präsentiert werden. Darüber hinaus stehen die Engagements der Governikus KG auf EU-Ebene im Mittelpunkt.

Neues von der AusweisApp2

Bereits seit November 2016 ist die AusweisApp2 als produktive Beta-Version für Android-Endgeräte im Google Playstore verfügbar. Die GUI-optimierte Version ermöglicht die Nutzung der Online-Ausweisfunktion am Android-Smartphone oder -Tablet direkt über die NFC-Schnittstelle und/oder mit einem separaten Bluetooth-Kartenleser. Derzeit befindet sich die Android-Version der AusweisApp2 in der Konformitätsprüfung gemäß TR-03124-2 des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI).

Damit die Funktionalitäten zur Nutzung der Online-Ausweisfunktion künftig in anderen Apps und Anwendungen einfach integriert werden können, stellt die Governikus KG das Software Development Kit (SDK) der AusweisApp2 vor.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, künftig geeignete NFC-fähige mobile Endgeräte als Kartenlesegerät für die Nutzung der AusweisApp2 an stationären Betriebssystemen nutzen zu können.

Zur Unterstützung der AusweisApp2-Nutzer wurden eine Reihe von Video-Tutorials erstellt, die erstmalig zur CeBIT 2017 vorgestellt werden.

Identitätsmanagement gemäß eIDAS-Verordnung

Ein weiterer Schwerpunkt am Stand des BMI liegt auf den Governikus-Aktivitäten zum Identitätsmanagement rund um die eIDAS-Verordnung.

Im Rahmen des Projektes TREATS (TRans-European AuThentication Services) öffnet die Verwaltung in Deutschland erstmals die eID-Infrastruktur des Personalausweises für den EU-weiten Zugang mit Identifizierungsmitteln anderer Mitgliedstaaten. Gefördert als CEF-Vorhaben (Connecting Europe Facility der EU-Strategie Europa 2020) hat sich die Governikus KG erfolgreich um die Konsortialführung für Deutschland beworben. Das Konsortium, dem auch die Hochschule Harz, HSH Kommunalsoftware, SIXFORM, AKDB, Bundesdruckerei, OpenLimit und MTG angehören, wird auf Basis konkreter Anwendungsfälle die Interoperabilität zu europäischen eID-Infrastrukturen herbeiführen. Ergebnis des am 30.11.2017 endenden Projektes wird sein, dass die deutschen eID-Server eIDAS-fähig sind und Erweiterungen bzw. Befähigungen für eID-Anwendungen, Bürgerdienste und Servicekonten realisiert wurden.
Bereits mit der Umsetzung einer eIDAS-Middleware im Auftrag des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat das Unternehmen den ersten Schritt für die eIDAS-Umsetzung getan. Bereits Anfang diesen Jahres ist unter Verwendung der eIDAS-Middleware den Niederlanden, Österreich und Deutschland gelungen, ihre Identifikations- und Authentifizierungssysteme über interoperable eIDAS-Knoten produktiv zu vernetzen und damit die Nutzung der österreichischen oder deutschen eID im E-Government anderer EU-Mitgliedstaaten zu ermöglichen.
Zum Gespräch rund um elektronische Identitäten lädt die Governikus KG am Stand des Bundesinnenministeriums (A58) im Public Sector Parc (Halle 7) ein.