Der neue Personalausweis

Die eIDAS-Verordnung und ihre Bedeutung für die eID-Funktion

Am 17.09.2014 trat die "Verordnung (EU) Nr. 910/2014 über elektronische Identifizierung und Vertrauensdienste für elektronische Transaktionen im Binnenmarkt und zur Aufhebung der Richtlinie 1999/93/EG", kurz eIDAS-Verordnung, in Kraft.

Die eIDAS-Verordnung enthält verbindliche europaweit geltende Regelungen in den Bereichen "Elektronische Identifizierung" und "Elektronische Vertrauensdienste". Mit der Verordnung werden einheitliche Rahmenbedingungen für die grenzüberschreitende Nutzung elektronischer Identifizierungsmittel - und damit der eID-Funktion - und Vertrauensdienste geschaffen.

Den Rechtstext und die verschiedenen Durchführungsrechtsakte der Verordnung für den Bereich "Elektronische Identifizierung" finden Sie hier.

Anwendungsbereich der Verordnung

Als EU-Verordnung ist die eIDAS-Verordnung unmittelbar geltendes Recht in allen 28 EU-Mitgliedstaaten sowie im Europäischen Wirtschaftsraum. Die Verordnung gilt für die gesamte öffentliche Verwaltung. Die Umsetzung im Bereich der elektronischen Identifizierung ist bis zum 29. September 2018 abzuschließen.

Der zeitliche Fahrplan zur Umsetzung der eIDAS-Verordnung Fahrplan eIDAS-Verordnung Der zeitliche Fahrplan zur Umsetzung der eIDAS-Verordnung Quelle: BMI


Die EU-Verordnung sieht vor, dass die künftige grenzüberschreitende Identifizierung auf Basis der gegenseitigen Anerkennung der elektronischen Identifizierungsmittel der Mitgliedstaaten erfolgt. In einem ersten Schritt werden die elektronischen Identifizierungsmittel von den Mitgliedsstaaten auf freiwilliger Basis bei der EU-Kommission notifiziert. Anschließend müssen alle notifizierten elektronischen Identifizierungsmittel von anderen Mitgliedsstaaten verbindlich anerkannt werden.

Das Bundesministerium des Innern bereitet derzeit die Notifizierung der eID-Funktion des Personalausweises und des elektronischen Aufenthaltstitels vor.

Informationen zum Handlungs- und Umsetzungsbedarf

Das Bundesministerium des Innern hat ein Papier erarbeitet, welches allen Behörden einen ersten Überblick über den notwendigen Handlungs- und Umsetzungsbedarf im Bereich "Elektronische Identifizierung". verschafft. Das Papier finden Sie auf dieser Seite unter Downloads.

Am 15. Juni 2016 informierte das Bundesministerium des Innern die Bundesressorts zu Inhalten, Status, technischer Umsetzung, Anwendungsfällen und dem weiterem Vorgehen der Umsetzung der eIDAS-Verordnung im Bereich der elektronischen Identifizierung. Die anlässlich der Informationsveranstaltung gehaltenen Vorträge finden Sie gebündelt in einer PDF ebenfalls auf dieser Seite unter Downloads.

Der sich aus dem Bereich "Vertrauensdienste" ergebende Handlungs- und Umsetzungsbedarf ist nicht Gegenstand des Informationspapiers. Die Zuständigkeit für diesen Bereich liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.