Der neue Personalausweis

eID-Beratung für Bundesbehörden

Das Bundesinnenministerium unterstützt seit 2015 Bundesbehörden bei der eID-Integration. Die Behörden erhalten Beratungsleistungen für die Identifikation, Konzeption und Umsetzung von Mehrwertdiensten mit der eID-Funktion, die mit Mitteln des Programms Digitale Verwaltung 2020 finanziert werden.

Rechtliche Grundlagen

Gemäß § 2 Abs. 3 E-Government-Gesetz des Bundes (EGovG) sind alle Bundesbehörden verpflichtet, in Verwaltungsverfahren, in denen sie die Identität einer Person aufgrund einer Rechtsvorschrift festzustellen haben, oder aus anderen Gründen eine Identifizierung für notwendig erachten, einen elektronischen Identitätsnachweis anzubieten. Diese Verpflichtung gilt im Sinne von § 1 Abs. 1 EGovG für die öffentlich-rechtliche Verwaltungstätigkeit der Behörden des Bundes einschließlich der bundes-unmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts.

Gemäß § 3a Verwaltungsverfahrensgesetz des Bundes ist u. a. die Online-Ausweisfunktion des Personalausweises in Verbindung mit einem elektronischen Formular als Ersatz der Schriftform im Bundesrecht zugelassen

eID-Integration erfordert eine Reihe von Umsetzungsschritten

Die erfolgreiche Integration der Online-Ausweisfunktion des Personalausweises in ein Verwaltungsverfahren ist mit einer Reihe von Umsetzungsschritten verbunden:

  • Identifikation von Anwendungen zur Nutzung der Online-Ausweisfunktion
  • Gestaltung der Verwaltungsprozesse mit eID-Funktion
  • Beantragung einer Berechtigung und Einsatz eines Berechtigungszertifikats
  • Anbindung an einen eID-Server / eID-Service
  • Test und Inbetriebnahme des eID-Dienstes
  • Kommunikation des neuen Dienstes an die jeweiligen Zielgruppen

eID-Expertenpool

Zur Unterstützung der Bundesbehörden in ihrer Umsetzungsverpflichtung hat das Bundesinnenministerium mit Mitteln des Programms Digitale Verwaltung 2020 im März 2015 einen eID-Expertenpool aus erfahrenen Fachleuten zusammengestellt, die bereits erfolgreich Bundesbehörden sowie ihre nachgelagerten Ressorts bei eID-Integrationsprojekten begleitet haben.

Die Bundesbehörden haben gemeinsam mit den eID-Expertinnen und –Experten neue eID-Anwendungsmöglichkeiten – auch für Verfahren mit hohen Fallzahlen – erarbeitet, die in anderen Behörden ebenfalls genutzt werden können. Alle Vorhaben werden hier vorgestellt.

Auf dem Erfolg der ersten Beratungsphase soll die zweite Phase aufbauen. Hierzu wurde im Mai 2016 ein Interessensbekundungsverfahren durchgeführt, an dem 20 Behörden teilnahmen. Informationen über die Vorhaben der zweiten Beratungsphase werden in Kürze ebenfalls hier veröffentlicht.